Herstory: Ask Yo Mama

Ina Wudtke begann sich früh für Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum zu interessieren, die in den 20er-30er Jahren in starkem Bezug auf schwarzen Sound arbeiteten. Sie stieß dabei u.a. auf die berliner Tänzerin Valeska Gert die eine hypermoderne Tanzperformance beeinflußt durch Jazz in Berlin entwickelte. Kurt Tucholsky hat die Tänzerin begeistert in der Zeitung Weltbühne gefeiert, nachdem er sie in Berlin gesehen hatte. Wudtke hat Performancefotos von Valeska Gert als Ausgangspunkt für ihre Fotoinstallation herstory: Ask Yo Mama genommen. Sie performte jede Silbe des Satzen Ask-Yo-Ma-Ma auf einem Foto und kombiniert – vergleichbar mit der Produktion von elektronischer Musik - fünf Variationen dieses „Samples“. Sie verweist damit sowohl auf die weibliche Kontinuität von Künstlerinnen im deutschsprachigen Raum die sich auf schwarzen Sound beziehen („herstory“ anstatt „history“) als auch auf die Oralität und den performativen Charakter von afroatlantischer Kultur, die sich schon im Dadaismus und der europäischen Moderne spiegelt.
30 Ink Jet Prints, S/W, Rahmen (Lindenholz schwarz lackiert),
30 cm x 40 cm, 5er Edition, 2011
Herstory: Ask Yo Mama, 2011, Skizze
Herstory:Ask Yo Mama von Ina Wudtke, Ausstellungsansicht

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Herstory: Ask Yo Mama, 2011